Auch wenn die wahren Abenteuer außerhalb von Reykjavik liegen, gibt es in direkter Nähe einiges zu erkunden. Ich nehme euch mit auf einen Trip zu meinem Lieblingsspot und der für mich besten Sehenswürdigkeit Mitten in der Nähe der Stadt: Grotta – die Insel mit einem Leuchtturm.

Erreichbarkeit

Die Insel befindet sich im westlichen Teil von Reykjavik und ist ein paar Kilometer vom Stadtkern entfernt. Es ist daher auf jeden Fall möglich die Strecke zu laufen, im Winter kann diese sich bei Gegenwind jedoch ganz schön in die Länge ziehen. Mit dem Bus befindet sich die Haltestelle ‚Lindarbraut / Hofgarðar‘ in unmittelbarer Nähe und wer mit dem Auto kommt, findet zumindest im Winter genügend Parkplätze vor Ort.

Es gibt jedoch eine sehr wichtige Sache zu beachten: Nur bei niedriger bis halber Tide ist die Insel per Fuß zu erreichen. Bei auflaufendem Wasser sollte dies daher immer im Auge behalten werden. Ich habe schon gehört, dass Leute hier ein paar Stunden warten mussten. Die genauen Wasserstände lassen sich entweder auf einer Gezeitentafel vor Ort oder noch praktischer hier ablesen. Doch plant auf jeden Fall den Spaziergang auf die Insel ein. Denn erst dort entfaltet sich die volle Pracht!

Geschichte

Grotta schien ursprünglich mit dem Festland verbunden gewesen zu sein. Wie nicht anders zu erwarten, wurde die Insel durch eine Sturmflut im Jahre 1788 vom Festland abgetrennt. Die Insel war erst verlassen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts kamen jedoch Fischer und Schiffsbauer zurück. Aus diesem Grunde entstand auch 1897 der Leuchtturm. Leider ertrank der Leuchtturmwärter 1970 und ein paar Jahre später wurde der Turm instand gesetzt (Quelle).

Besonderheit

Ich war bereits vier Mal an dem Ort und habe es immer so eingeplant, dass ich zum Sonnenuntergang dort war. Dies kann ich nur empfehlen, denn dann entfaltet sich Grotta zu einer wirklichen Besonderheit. Obwohl die Insel so klein ist, kann sich jeder seinen eigenen Ort zum Genießen suchen und bis jetzt waren bei meinen Besuchen nie mehr als drei andere Leute dort. Bei hohem Seegang schlagen außerdem die Wellen an die Felsen und im Hintergrund befinden sich direkt die Berge. Leider ist das Innere des Leuchtturms nicht öffentlich zugänglich. Es lohnt sich dennoch vorbeizuschauen!

Der Platz ist zudem ein kleiner Geheimtipp für Polarlichter. Ich war selber noch nie dort um sie zu bestaunen, aber habe schon einige Bilder gesehen und da es in direkter Nähe des Stadtkerns ist, muss es bei klarem Himmel weit oben auf der To-do-Liste stehen.

Wart ihr schonmal dort oder habt es ab jetzt vor? Teilt es mir in einem Kommentar weiter unten mit!